Kompetenz-Management
Anspruch des Projektes
Das internationale Verbundprojekt „CM ProWork Transfer“ hat zum Ziel, im Arbeitsprozess erworbene und fortentwickelte Kompetenzen transparent darzustellen, zu bewerten und deren Weiterentwicklung zu unterstützen. Dazu wird das multilinguale Softwaretool CM ProWork weiterentwickelt und breit transferiert.
Anforderungen an Werker
Ein sich veränderndes Marktumfeld erfordert nicht nur eine Anpassung der Organisation und des Leistungsspektrums, sondern auch die zielgerichtete Entwicklung der Kompetenzen der MitarbeiterInnen und der Führungskräfte. An die Werker/-innen (mit und ohne Fachausbildung) werden wechselnde und zunehmend höhere Anforderungen gestellt. Die Fähigkeit, zielsicher mit neuem Wissen,vielfältigen Informationen und andersartigen Bedingungen umgehen zu können, wird immer wichtiger.
Was kann Kompetenzmanagement für die Entwicklung von Kompetenzen leisten?
Kompetenzmanagement hat die Aufgabe, Mitarbeiter-Kompetenzen zu erfassen und zu beschreiben sowie die Nutzung und Entwicklung der Kompetenzen hinsichtlich strategischer Unternehmensziele sicherzustellen. Kompetenzmanagement ist demnach jedes betriebliches System, das darauf abzielt, Fragen der Kompetenzentwicklung systematisch und erfolgskontrolliert zu verfolgen. Der wichtigste Grundstein eines betrieblichen Kompetenzmanagementsystems ist aber die Entwicklung einer Vorstellung von Kompetenzentwicklung, wie sie dem Unternehmen und den MitarbeiterInnen von Nutzen sein kann.
In der Studie „Kompetenz-Management und Wissensarbeit 2008“ (Fraunhofer IAO) wurde festgestellt, dass die Hälfte der befragten 87 Unternehmen die Kompetenzen der Mitarbeiter unregelmäßig und unsystematisch erheben. Die Studie belegt, dass Unternehmen, wenn sie den Bedarf nach systematischem Kompetenzmanagement erkennen, mit dessen Umsetzung Probleme haben. Sie stützen sich häufig auf die bewährten Instrumente der Personalarbeit, wie Leistungsbeurteilungen und Zielvereinbarungen, die jedoch nur begrenzt geeignet sind, Kompetenzen zu erfassen und weiterzuentwickeln. Eine Definition der heutigen und zukünftigen Anforderungen sowie des notwendigen Wissens und Könnens wird bislang nur von wenigen Unternehmen vorgenommen.
Demographischer Wandel und Kompetenzmanagement
Eine Intensivierung und durchgängige Umsetzung der Kompetenzentwicklung gewinnt auch vor dem Hintergrund alternder Belegschaften und zu erwartender Engpässe im Fachkräftebereich an entscheidender Bedeutung. Nur wenn es gelingt, das lebensbegleitende Lernen in der betrieblichen Systematik zu verankern und zukünftige Qualifikations- und Kompetenzengpässe frühzeitig zu identifizieren, ist eine demographiesensible und vorausschauende Personalpolitik möglich, welche den steigenden Flexibilitäts- und Innovationsanforderungen gerecht wird.